Sa

05

Mär

2016

Raymond Chandler - Der lange Abschied

Die schönsten Sätze, ganz unabhängig von der Geschichte.

 

S.11
"Ich erfuhr alles übrige aus einer dieser snobistischen Glossen in der Gesellschaftsklatschrubrik der Zeitung. Ich lese sie nicht oft, bloß wenn ich nichts mehr habe, worüber ich mich ärgern kann."

 

S.150
"Es ist da etwas, was ich wissen will, was ich wissen muß. Sie wissen nicht, was es ist, und ich weiß nicht einmal genau, ob ich’s selber überhaupt weiß. Mit Sicherheit weiß ich bloß, daß etwas da ist und daß ich es wissen muß."

 

S.158
"… ein Musterbeispiel eines Kampfes der unwiderstehlichen Streitmacht gegen ein uneinnehmbares Ziel, eine Schlacht ohne Waffen, ein Krieg ohne Blut, die raffinierteste Vergeudung menschlicher Intelligenz, die man irgendwo in der Welt finden kann – außer in einem Werbebüro."

 

S.185
"Idle Valley war ein ideales Plätzchen zum Wohnen. Ideal. Nette Leute mit netten Häusern, netten Wagen, netten Pferden, netten Hunden, vielleicht sogar netten Kindern.
Einer namens Marlowe aber wollte nichts weiter als – raus.
Und zwar schleunigst."

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Mi

02

Mär

2016

Markt für Träume

Wo bekommen wir unsere Träume und Wünsche her? Ob es dafür einen Laden gibt? Einen Markt würde es sicher dafür geben.

„Tausche oder verkaufe gescheiterten Traum gegen einen anderen.“

Oder:

„Erfüllter Traum, second-hand, günstig abzugeben.“

Kann ein wieder aufgewärmter Traum genauso nahrhaft sein wie ein aufgewärmtes Essen? Oder verdirbt er bei mehrfacher Wiederverwendung? Gibt es ein Verfallsdatum für Träume? Und was passiert, wenn dieses abgelaufen ist? Kann man Träume durch die richtige Verpackung oder die Zugabe von Konservierungsstoffen auch länger haltbar machen? Vielleicht einen vakuumverpackten Traum als Schmuck an die Wand hängen? Das könnte ein neuer Trend werden. Vielleicht würde es eine Galerie voller verlorener Träume geben. Und die Menschen würden kommen, um sich an den Träumen anderer zu erbauen. Sich am Leid anderer zu laben. Am Schicksal anderer teilzunehmen und sich vielleicht an ihre eigenen Träume erinnern und versuchen, sie wiederzubeleben.
Wenn man einmal einen tiefen Traum hatte, ihn dann aber aufgegeben hat, heißt das dann, dass er ganz aus dem Herzen verschwunden ist? Oder existiert er noch immer und wartet nur auf fruchtbare Zeiten, so wie das Samenkorn im kargen, trockenen Boden auf Regen wartet? Sollte dieser Traum noch einmal aufkeimen, oder ist es besser, wenn er für immer tief im Herzen verschlossen bleibt? Kann ein Traum, den man vor Jahren hatte, noch einmal mit derselben Intensität neu geweckt werden, auch wenn das ganze Leben sich seit dem verändert hat? Was passiert, wenn plötzlich ein alter Traum wieder aufflammt, der uns einmal fast zerstört hat? Und wenn dieser Traum plötzlich die Chance auf Erfüllung hat? Sollte jeder Traum in Erfüllung gehen? Auch ein alter, schon vergessener Traum?
Zeugt ein Traum nicht auch von einem wachen, fühlenden Herzen? Was ist aber, wenn man in sich keine Träume mehr trägt? Wenn das Herz so unwirtlich geworden ist, dass kein Traum dort mehr Wurzeln schlagen kann? Bedeutet das den Tod unserer Seelen? Unseren Tod? Kann man dagegen noch etwas tun, oder ist das unvermeidlich unser Untergang?

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Di

01

Dez

2015

Rumkugelrezept

2 Biskuit Tortenböden
2 Tafeln Kuvertüre (ganz nach Geschmack Weiß, Vollmilch oder dunkle Schokolade)
1 Würfel Kokosfett
200 ml Rum 54 %
1Päckechen Vanillezucker
Puderzucker, Nüsse, Schokostreusel, Kakao, …

 

Die Tortenböden zerbröseln.
Kokosfett schmelzen und Schokolade darin auflösen.
Tortenbodenbrösel mit Rum tränken, gut vermischen und ca. 15 Min. ziehen lassen.
Dann Schokomasse dazu geben und gut vermischen. Alles kalt stellen bis die Masse formbar ist, danach Kugeln in beliebiger Größe formen und in Puderzucker, Nüssen, Streuseln, Kakao etc. wälzen.

 

Fertige Rumkugeln im Kühlschrank aufbewahren.

 

Mein persönlicher Favorit: innen weiße Kuvertüre und außen Vollmilch- Schokostreusel :D

 

Guten Appetit!

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Di

07

Jul

2015

But not tonight - Depeche Mode in Berlin

Fast sah es ja so aus, als würde das Wetter halten. Sonne in Berlin den ganzen Nachmittag. Leider zog dann doch eine dicke, schwere Regenwolke über das Olympiastadion und begann noch vor der Band mit ihrer Show. Der Stimmung tat das aber keinen Abbruch, die La-Ola-Wellen zogen munter ihre Kreise und schon beim Trailer wurde so laut gejubelt, als hätte Depeche Mode selbst die Bühne schon betreten.

Mit den neuen Liedern kann ich noch nicht so viel anfangen, umso lauter habe ich dann die Klassiker mitgesungen :D

Der Moment des Abends? Martin Gore singt "But not tonight"..."Oh god it's raining, but i'm not complaining"... sang er da, im Regen stehend und glücklich lächelnd, als er den verdienten Applaus dafür bekam...

Zu diesem Zeitpunkt war ich, trotz Regenjacke, schon völlig naß, aber trotzdem glücklich. :D

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Mi

30

Apr

2014

Glück

Heute ist ein kleines Glück an mir vorbeigeflogen. Ich habe es nicht gefangen. Nicht einmal einen Finger habe ich danach ausgestreckt, aus Angst, es könnte wieder davon fliegen. Aus sicherer Entfernung habe ichbeobachtet wie es, leise wie ein Schmetterling, auf einem Grashalm landete. Ich habe es angesehen und mich gefragt, ob das wohl mein Glück sei. Das hatte ich mir immer ganz anders vorgestellt.

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Do

24

Apr

2014

Tintenmeer

Heute ist das Meer so tiefblau wie Tinte. Wie viele Bücher man wohl damit schreiben könnte? Und wie lange würde es dauern all diese Bücher zu lesen? Sicherlich wären mehrere Menschleben dazu nötig. Wer würde all die Bücher schreiben? Und besitzt die Menschheit überhaupt so viel Wissen, um all diese Bücher zu füllen? Sollte es dann einen Hüter der Tinte geben, der darauf achtet, dass die Tinte nur zu dem Zweck der Wissensbewahrung gebraucht wird, und nicht für jede dahergekommene Idee? Oder gibt es genug Tinte für jeden, so dass alle ein Buch schreiben könnten? Ein Buch über ihr Leben. Aber wenn alle damit beschäftigt sind zu schreiben, wer würde dann die Bücher lesen? Und worüber würde man schreiben, wenn statt zu leben alle mit schreiben beschäftigt sind?

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Mi

09

Apr

2014

Fragen...

Woher kommen die Ideen?

Kann man Erinnerungen schmecken?

Wie klingt der Flügelschlag eines Schmetterlings?

Wie duftet eine Knospe kurz vor dem Erblühen?

Was ist Zeit? Und woher kommt sie? Wohin geht sie?

Was ist Glück?

Was ist der Unterschied zwischen Wissen, Weisheit und Intelligenz?

Wie kommt der Apfel an den Baum?

Wie viel wiegt ein schweres Herz?

Wie viele Kalorien verbraucht man beim Träumen?

Warum wird alles alt?

Woher kommt Musik?

Warum bekommt man Gänsehaut?

Wo im Körper sitzt die Liebe? Und wo die Wut?

Woher kommen die Schmetterlinge im Bauch?

Und woher die Hummeln im Hintern?

Wie kann man jemanden zu Tränen rühren?

Wann gab es Drachen auf der Erde?

Wie viel wiegt der Stein, der mir vom Herzen fällt?

Woher kommt die Phantasie?

Wie viele Wahrheiten gibt es?

Kommt einmal der Zeitpunkt, an dem jeder Gedanke schon einmal gedacht wurde und es keine neuen Gedanken mehr gibt?

Was passiert dann?

 

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Mi

02

Apr

2014

Einzelkämpfer

Ich bin ein Einzelkämpfer.

Ich gegen den Rest der Welt.

Und wenn der zu schwach ist,

wahlweise auch gegen mich selbst.

 

Ich bin gefangen in meiner eigenen Welt.

Lebe in von mir erschaffenen Grenzen,

zwischen selbstgebauten Mauern.

In Erwartungen, die nur ich an mich stelle.

In selbstauferlegter Isolation.

 

Wer befreit mich?

Wer reißt meine Mauern ein?

Wer baut mir ein neues Gefängnis?

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Mi

19

Mär

2014

-noch ohne Titel-

Ich werde ein Stein sein und stumm

 

meinen Schmerz hinausschreien in diese Welt.

 

Ich werde ein Baum sein, den Schlägen

 

eurer stumpfen Äxte schutzlos ausgeliefert.

 

Ich werde ein Kind sein, niemals müde

 

das Spiel um mein Leben zu verlieren.

 

Ich werde ein Mensch sein, nackt

 

unter euren blinden Blicken.

 

Ich werde ich selbst sein, auch noch

 

nachdem ihr mich zerfleischt.

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Di

04

Mär

2014

Ein Nonsens-Gedicht

Was ist es?

 

Es ist rund, es ist spitz
Es ist lustig, ohne Witz
Es ist hart, es ist zart
Nicht clever oder smart
Es ist schwarz, es ist weiß
Es ist kalt, es ist heiß
Es ist glücklich und traurig
Schön und schaurig
Es ist dick, es ist dünn
Es ist böse, ist das schlimm?
Es ist blauäugig und blind
Erwachsen und doch ein Kind
Es ist groß, es ist klein
Es ist lieb und gemein
Ist verliebt, ist gebrochen
Ist niemandem versprochen
Es ist laut, es ist leise
Es ist klug, es ist weise
Es ist alt, es ist jung
Intelligent und dumm
Es ist leicht, es ist schwer
Weder Berg noch Meer
Es ist gefangen
Es ist frei

 

Es ist das melancholische Ei

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Sa

01

Mär

2014

Ein Liebesgedicht?

Geduld

 

Es schneit und der Bach zwischen unseren Häusern ist zugefroren.
Obwohl das Eis schon trägt, kommst du nicht rüber.

 

Die Krokusse blühen und das Eis auf dem Bach schmilzt langsam.
Obwohl wir eine neue Brücke haben, kommst du nicht her.

 

Die Bienen summen und in unserem Bach quaken die Frösche.
Obwohl in meinem Garten die Erdbeeren reif sind, kommst du nicht zu mir.

 

Die Blätter fallen und der Wind weht auch in deinem Garten.
Obwohl dein Drachen in meinen Garten gefallen ist, kommst du nicht.

 

Ein Schneemann stand bis gestern einsam in deinem Garten.
Heute Nacht habe ich einen Zweiten daneben gebaut.

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Do

13

Feb

2014

Ungewissheit

Ich bin frei
und wäre doch lieber gefangen.

Statt fester Mauern

finde ich keinen Halt.

Keine Fesseln mehr,

die mich am Boden halten.

Unter meinen Füßen
kein undurchdringlicher Grund.

Um mich herum
keine Dunkelheit.

Meine Augen geblendet
vom Licht der Freiheit.

Niemand mehr, der sagt
was richtig oder falsch ist.

Die Zeichen weisen
in alle Richtungen.

Welches ist der Pfad,
den ich von hier gehen soll?

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Mo

03

Feb

2014

Gedanken bei Regen

Glaubst du, dass du lebst, weil der Wind weht?
Oder weht der Wind, weil ein Engel mit seinen Flügeln geschlagen hat?

 

Glaubst du daran, was die Zeit ist?
Oder ist Zeit für dich nur ein Wort?

 

Glaubst du, dass es regnet, weil die Götter in ihren Badewannen planschen?
Oder weil der Himmel weint, um seine verlorene Unschuld?

 

Glaubst du, dass du schläfst um zu träumen?
Oder träumst du, um das verpasste Leben aufzuholen?

 

Kann die Hummel fliegen, weil sie nicht weiß, dass sie es nicht kann?
Oder fliegt sie, um zu beweisen, dass alles möglich ist?

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Fr

03

Jan

2014

Düsternis

In der dunkel schwarzen Nacht
Wandelt ein blau kaltes Herz

Wandert und sucht das Glück der Welt
Findet doch nur den Schmerz

Läuft und stirbt bei jedem Schritt
In die lange Ewigkeit nimmt es nichts mehr mit

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Sa

21

Dez

2013

Soundtrack

Welchen Soundtrack ich gerne für mein Leben hätte? Ich will nichts weiter, als das Rauschen des Meeres, das Brechen der Wellen, das Knirschen des Sandes, den Wind, der die Blätter rascheln lässt, den Schlag eines Schmetterlingsflügels im Sonnenlicht, das Summen von Bienen auf einer Sommerwiese, das Plätschern eines Baches, das Schnurren einer Katze auf meinem Schoß, das sich im Wind wiegende Gras, das Wachsen eines Baumes, das Lächeln eines lieben Menschen, das Geräusch beim Umblättern einer Seite, oder beim Öffnen eines Briefes, das Kratzen meines Katers an der Tür, die Stille einer sternenklaren Nacht mit dem leisen Zirpen der Heuschrecken, den Klang einer Sternschnuppe, das Klingen eines Regenbogens, das Scheppern der Töpfe auf dem Herd, das Knistern eines Feuers im Kamin, das Fallen der Post in meinen Briefkasten, ein freundliches Klopfen an der Tür…

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Di

05

Nov

2013

Fremd

Gefangen in einer Welt, die nicht existiert

Laufe ich durch Bilder, die niemand gemalt hat

Höre ich Musik, die niemand komponiert hat

Treffe ich Menschen, die niemand erschaffen hat

Lese ich Bücher, die niemand geschrieben hat

Lausche ich Geschichten, die niemand erlebt hat

Liebe ich einen, den niemand gemacht hat

Lebe in einer Welt, die sich jemand gedacht hat

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Mi

09

Okt

2013

Meeting is the beginning of parting...

Der Regen hat dich angespült. Mitten auf meinen Weg.
Jetzt bist du da.
Und siehst mich, wie noch keiner mich zuvor gesehen hat.
Der Regen hat auch meine Maske fortgespült.
Keine Mauer mehr, die mich schützt vor dem Außen.
Hemmungslos dringst du ein in meine Welt.
Und ich warte schon auf den Moment,
wenn der Wind dich wieder fortträgt von mir.

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Mi

17

Jul

2013

Sucht

Worauf wir sehnsüchtig warten, passiert nie dann, wenn wir es erwarten.
Wenn wir es herbeisehnen, uns kaum auf andere Dinge konzentrieren können, weil uns der Gedanke daran gefangen hält.
Erst wenn wir schon halb aufgegeben haben, die Normalität langsam wieder Einzug hält, wenn wir nicht mehr ständig warten, passiert etwas. Das Objekt unserer Begierde blitzt kurz auf, um schon beim kleinsten Zeichen neuerlicher Sehnsucht wieder zu verschwinden.
Wer kann in solchen Momenten schon einen kühlen Kopf bewahren? Man stürmt los auf das begehrte Ziel und wundert sich nur nebenbei, dass je schneller man läuft, desto schneller das Ziel aus unserem Blickfeld verschwindet.
Hält man endlich erschöpft und genervt an, schon winkt es wieder um die Ecke und das Spiel geht von vorne los.
Doch irgendwann wollen wir nicht mehr. Nach zahllosen Versuchen haben wir keine Lust mehr uns zum Narren halten zu lassen. Wir kehren um.

Und plötzlich schleicht uns unsere Sehnsucht hinterher.

 

 

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