Flüchtlinge und Fußball

In Deutschland brennen wieder Flüchtlingsheime und Menschen, die sie unterstützen, werden angegriffen. Ich dachte diese Zeiten hätten wir längst hinter uns gelassen. Wie dumm muss man denn sein, anderen Menschen die Hoffnung zu nehmen, ihnen nach dem Leben zu trachten, nur weil sie aus einem anderen Land kommen, sie zu vertreiben, zurück in das Elend, aus dem sie geflüchtet sind?

In der letzten Saison gab es immer wieder Meldungen von  Fußballvereinen oder ihren Fans, die Flüchtlingsgruppen oder Flüchtlingsfamilien mit ins Stadium gebracht haben. Ich finde das ist eine gute Sache und sollte viel öfter passieren. Fußball verbindet. Fußball ist in seinen besten Zeiten weltoffen und tolerant. Egal ob regelmäßige Trainingseinheiten in Amateurvereinen für Ankerpunkte im Alltag sorgen oder die Menschen im Stadion für 90 Minuten ihre Ängste vergessen können, wenn sie friedlich in den Massen der Faszination des Spiels erliegen.

Die Bundesliga hat eine Vorbildfunktion, jeder Verein kann seine Fans positiv beeinflussen und dadurch Zeichen setzen. Flüchtlinge integrieren, ihnen ein Stück Normalität bieten, ihnen zeigen, dass die Mehrheit in Deutschland nicht dumm ist.

Warum nicht in jedem Spiel 100 Karten reservieren für Flüchtlinge und andere ausgegrenzte Gruppen oder Menschen, die es nötig haben? Bei ausverkauften Spielen ist das vielleicht ein Problem, aber bei allen anderen? Wenn man die Karten nicht verkaufen kann, warum sie nicht für einen guten Zweck einsetzen?

Das ist natürlich nur eine Idee/Frage von mir. Inwiefern das umsetzbar, vielleicht sogar gewollt ist, kann ich nicht einschätzen. Es ist als Anregung zum Nachdenken gedacht. Vielleicht entsteht daraus eine andere, bessere Idee. Auf jeden Fall ist es ein Statement gegen Fremdenhass und Gewalt.

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